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Interview mit KOKIA
20. Juni, Köln im Blue Shell

Nach ihrem ersten Deutschlandkonzert in Köln nahm sich KOKIA einige Zeit für unser Interview. Die sympathische, japanische Pop-Sängerin und ihre Managerin empfingen uns wenige Minuten nach der Show in einem Nebenraum des Blue Shell, wo wir uns an einem kleinen Tisch zusammen setzten.
Problemlos verstand KOKIA alle unsere Fragen und beantwortete sie teilweise sogar selbst auf Englisch.

noi: Danke für deine Zeit. Die Show war wirklich großartig.
KOKIA: Oh, vielen Dank.

noi: Du bist jetzt 2 Wochen durch Europa gereist und heute war das Finale, dein letztes Konzert. Wie fandest du diese Tour, hat sie dir gefallen?
KOKIA: Ja! Es war wirklich, wirklich großartig. Und vermutlich war es besonders gut, Deutschland als letztes zu haben.

noi: Was war die beste Show?
KOKIA: (sie stöhnt gespielt) Sie waren alle gut. Jede war total anders und das ist schwer zu sagen.
noi: Das kann ich mir vorstellen.
KOKIA: Es waren ganz unterschiedliche Situationen. Zum Beispiel ist das Publikum sehr aktiv oder der Veranstaltungsort ist ausgesprochen schön oder ich habe besonders Spaß. Das bereichert die Show.

noi: Du hast deine Tour mit 3 Shows in Frankreich begonnen. Du warst schon oft in Frankreich seit du in Europa angefangen hast. Was macht dieses Land so besonders für dich?
KOKIA: Frankreich ist das Land, in dem ich das allererste Konzert hier hatte. Selbst wenn ich meine Touren jetzt auf verschiedene Länder in Europa ausweite, wird Frankreich immer das Land sein, in den ich das erste Konzert hatte.

Adisa: Wie ist es für dich, wenn du in einem neuen Land auftrittst? Bist du da aufgeregt?
KOKIA: Oh ja.

Adisa: Wie war der Heutige Abend für dich?
KOKIA: Heute Abend? Das war eine wirklich gut Show, denke ich.
noi: Ja, natürlich.
KOKIA: Vielen Dank.

noi: Deine Musik, deine CDs haben Amerika erreicht, aber bisher hast du noch nicht dort gespielt. Hast du für deine amerikanischen Fans eine Nachricht?
KOKIA: Es reizt mich schon immer nach Amerika zu gehen. Jetzt, wie du weißt, war ich in einigen Ländern Europas und würde es gern auch nach Amerika ausweiten, allerdings habe ich es bisher noch nie gemacht, also sieht es zur Zeit nicht so aus, dass ich es jetzt gleich mache.

noi: Du bist sehr offen für Einflüsse von anderen Musikrichtungen, zum Beispiel das Album, das du in Irland gemach hast (gemeint ist "Fairy Dance ~KOKIA meets Ireland~"). Du hast dafür irische Musik und deinen eigenen Stil daraus gemacht. Das war ein tolles Projekt. Hast du Interesse, das in anderen Ländern zu wiederholen.
KOKIA: Ja! Sehr großes. Zum Beispiel Afrika und Indien. So in diese Richtung.
noi: Das kann ich mir gut vorstellen.

Seit diesem Album "Fairy Dance" gab es einige neue Veröffentlichungen. Deine letzten beiden Alben (gemeint sind "KOKIA infinity AKIKO~balance~" und "AKIKO infinity KOKIA~balance~"). Es gibt da diesen Unterschied der Titeln, aber interessant ist auch der Unterscheid auf den Covers.
KOKIA: Covers?
noi: Auf einem hast du noch deine langen Haare, auf dem anderen deinen neuen Stil.
KOKIA: Ah ja. (lacht)
noi: Kannst du uns erklären, warum diese Unterscheidung?
KOKIA: Okay. Langes Haar, das ist KOKIA. Kurzes Haar, das ist Akiko. Das Konzept für diese beiden Alben war den Leuten beide Seiten von mir zu zeigen. Einmal die Sängerin KOKIA und einmal die Person Akiko. Die beiden Bilder stehen symbolisch dafür.
noi: Sie zeigen also auch ein bisschen, dass du gewachsen bist.
KOKIA: Genau.

noi: Viele deiner Songs werden für Animes verwendet, wie deine neue Single „Karma". Animesongs waren so mit die erste japanische Musik, die und in Europa erreicht hat. Sie sind also recht wichtig.
Wolltest du gern Musik für Animes machen oder war das eine ganz neue Idee als du das erste Mal darum gebeten wurdest?

KOIKA: Es gibt 2 Arten meiner Arbeit. Einmal meine ursprüngliche Arbeit, wenn ich singe, also als Sängerin und die andere ist, wenn ich für jemanden schreibe, der mich darum bittet.
noi: Also eigentlich 2 Jobs.
KOKIA: Genau. Der zweite ist mehr der eines Komponisten und Animes gehören dorthin.

noi: Kennst du alle Animes für die du geschrieben hast? Hast du sie gesehen?
KOKIA: Ja, Ausgangsmaterial.

Adisa: Ist es eine größere Herausforderung Songs für Animes zu schreiben als andere Songs?
KOKIA: Ich weiß nicht. Es ist keine besondere Herausforderung einen Song für einen Anime zu schreiben. Es ist für mich das Gleiche als wenn ich Musik komponiere. Hier in Europa bin ich mehr als Animesängerin bekannt, eben wegen des Einflusses der Animes hier, aber in Japan bin ich nicht so als Animesängerin bekannt, sondern auch als Komponistin und Songschreiberin.

Adisa: Welche Themen verwendest du am liebsten für deine Songs?
KOKIA: Es ist nicht üblich für Japaner Love and Peace zu verkünden, aber das ist etwas, was ich als Thema habe.

Adisa: Und was inspiriert dich, wenn du schreibst?
KOKIA: Filme. Vielleicht.

Adisa: Was möchstest du deinen Fans durch deine Musik geben?
KOKIA: Was möchte ich? (alle lachen) Ich weiß, dass viele es Leute aus verschiedenen Verhältnissen und mit unterschiedlichen Gefühlen gibt und sie zu meinen Pop-Konzerten kommen. Ich möchte, dass jeder von ihnen etwas Warmes in seinem Herzen spürt, dass es morgen weiter geht, etwas, was sie belebt, aufmuntert.
noi: Das konnten wir spüren.
KOKIA: Danke! (lächelt)

noi: Du machst Musik seit du ein kleines Kind warst.
KOKIA: Stimmt.
noi: Was bringt kein so kleines Kind dazu Musik zu machen? Was war da, dass du gesagt hast, ich möchte Musik machen?
KOKIA: Ich weiß nicht. Wie soll ich das wissen. (lacht)
noi: Lag es in der Familie?
KOKIA: In meiner Familie sind keine Musiker, aber sie lieben alle Musik. Ich habe spät angefangen zu sprechen, aber noch bevor ich gesprochen habe, fing ich an Klavier zu spielen. Mit einem kleinen Bilderbuch, es hat mich unterrichtet.
noi: Wow, großartig. Du hast also mit Klavier angefangen und dann Violine, aber wann bist zu zur Sängerin geworden.
KOKIA: Ich weiß nicht. Es gab keinen wirklich Beginn as Sängerin.
noi: Also war das alles immer - Musik?
KOKIA: Ja.

Adisa: Deine Stimme ist sehr einzigartig und du bist bekannt dafür Noten besonders lange halten zu können. Wie passt du auf deine schöne Stimme auf?
KOKIA: Ich mache gar nichts. Gut schlafen, Olivenöl trinken. (lacht)

noi: Dein künstlerisches Talent ist nicht nur die Musik, nicht nur Singen. Du malst und designst auch. Würdest du auch für deine Cover zeichnen? KOKIA: Oh ja, dass mache ich. Fast alles für "the VOICE" und "Christmas gift", dann "trip trip", "Fairy Dance", "Infinity" ...
Ich zeichne und designe.

noi: Großartig. Würdest du für uns etwas zeichnen?
KOKIA: Klar, natürlich. (Sie zeichnet uns einen Elefanten in, wie sie sagt, der „deutschen Version".)

noi: Hast du eine abschließende Nachricht für deine Fans?
KOKIA: Hallo Leute in Europa. Ich bin KOKIA. Es war ein Vergnügen nach Europa zu kommen. Ich denke, Hauptsache ist, wieder zu kommen und den kleinen Umpfang der Konzerte auszuweiten. Auch wenn einige Konzerte untersagt wurden, möchte ich diese Konzerte fortsetzen.

noi: Vielen Dank.
KOKIA: Vielen Dank. Dankeschön! (auf Deutsch)


Nach dem Interview haben wir KOKIA für ihr gutes Deutsch gelobt und sie erzählte uns, dass sie einige Opern gelernt hatte und gab uns ein kurze Kostprobe.

Wir danken Xavier von Gekido Tour und KOKIAs Manager Miki für diese Gelegenheit.


Autor: noi und Adisa

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